Die Sache mit der Steuerfrist:
Ab 2019 hat man zwei Monate mehr Zeit

28.10.2019

"Nur zwei Dinge auf Erden sind uns ganz sicher: der Tod und die Steuer." Ein Zitat von Benjamin Franklin, einem der Gründungsväter der Vereinigten Staaten. Und jedes Jahr ist es das selbe Dilemma: Die Steuererklärung des Vorjahres muss abgegeben werden. Quittungen sortieren, Bankbelege zuordnen, etc. Kann mühsam sein,  in der Regel nämlich fängt man immer zu spät an und sitzt dann vor einem großen Papierberg.

 

Doch jetzt gibt’s eine gute Nachricht für alle, die Ihre Steuererklärung selbst erstellen: Sie haben zwei Monate mehr Zeit! Die Abgabefrist für die Erklärung von 2019 nämlich wurde vom 31. Mai auf den 31. Juli 2020 verschoben.

 

Und wenn Sie es bis dahin immer noch nicht schaffen? Dann droht ein Verspätungszuschlag. Und wie hoch ist der? Na ja, mindestens 25 Euro pro Monat, vielleicht mehr. Denn in Paragraf 152 Abgabenordnung steht, dass das Finanzamt spätestens 14 Monate nach deinem Kalenderjahr zwingend einen Verspätungszuschlag erheben muss, und zwar monatlich 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro.

 

Es gibt allerdings zwei Möglichkeiten, den Verspätungszuschlag zu umgehen:

 

• Bitten Sie das Finanzamt schriftlich um eine Fristverlängerung. Alles was Sie brauchen, ist ein nachvollziehbarer Grund, warum sie mehr Zeit benötigen. Krankheit oder eine beruflich bedingte lange Abwesenheit sind gute Argumente, die mit ziemlicher Sicherheit genehmigt werden, der Satz „ich hatte gerade keine Zeit“ hingegen nicht. Denken Sie immer daran, dass Sie es im Finanzamt mit Menschen zu tun haben, die ihrerseits ja auch Steuererklärungen abgeben müssen und das Thema deshalb von allen Seiten kennen.

 

Lassen Sie uns ihre Steuererklärung machen.  Steuerberatern und Lohnsteuerhilfevereinen nämlich werden längere Fristen eingeräumt. Beispiel: Während die Frist für das Jahr 2018 bereits im Juli 2019 abgelaufen ist, können Sie diese Erklärung über uns noch bis zum  2.  März 2020 einreichen.

 

Einfacher geht’s nicht, oder? 

Überarbeitung der Verzinsung für Steuernachzahlungen in Sicht?

05.02.2019

Trotz der aktuellen Niedrigzinsphase hält das Finanzamt bisher an seiner Verzinsung von 6 %/p.a. für Steuernachzahlungen fest. Eine Gesetzesinititiative der Bundesländer Bayern und Hessen will dies ändern. Sie setzen sich im Bundesrat für eine Halbierung der Zinsen ein, was eine Anpassung an die sonstige Abgabenordnung bedeuten würde, in der die allgemeinen Zinsen tendenziell sinken.

 

Was ist die Abgabenordnung und wie ist der aktuelle Stand?

Die Abgabenordnung bezeichnet ein Gesetz innerhalb des deutschen Steuerrechts. Man bezeichnet sie auch als Steuergrundgesetz, da sich hier Regelungen über das Besteuerungsverfahren für alle Steuerarten finden. Hier wird unter anderem geregelt, wie Besteuerungsgrundlagen ermittelt werden.

Auch die Steuernachforderungen und Steuererstattungen werden nach dieser Abgabenordnung verzinst. Derzeit gilt ein Zinssatz von 0,5 % im Monat, allerdings besteht dieser verhältnismäßig hohe Satz bereits seit über einem halben Jahrhundert. Doch der derzeitige Zinssatz steht nicht nur wegen der mangelnden Aktualität in der Kritik.  Dass die allgemeinen Zinsen in den vergangenen Jahren bereits stark gesunken sind, spricht aus Sicht der Initiative ebenfalls für eine Aktualisierung des Satzes.

Sie stehen mit dieser Meinung nicht allein. Auch dem Bundesfinanzhof liegt ein Verfahren zu dem Thema vor, das oberste deutsche Steuergericht äußerte ebenfalls Zweifel an der Höhe des Zinssatzes und dem Verfassungsgericht liegen zwei Beschwerden zu dem Thema vor.  

 

Wie soll der Zinssatz zukünftig gestaltet werden?

Ziel der Initiative ist eine Senkung der monatlichen Verzinsung auf 0,25 %.Dies soll für alle Nachzahlungen und Erstattungen entstandener Steuern nach dem 31.12.2016 gelten.Auf lange Sicht soll aber außerdem eine individuellere Berechnung möglich sein. So ist der Plan, dass die Zinsen dann für einzelne Jahre anhand unterschiedlicher, an das jeweilige Jahr angepasster Zinssätze zu berechnen sind.

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Wen betrifft die Künstlersozialabgabe?

08.01.2019

Wenn Sie Aufträge an selbständige Webdesigner, Fotografen oder Werbefachleute vergeben, sind Sie gegebenenfalls verpflichtet, Künstlersozialabgaben abzuführen.Erfreulich ist daher, dass die Abgabe auch in diesem Jahr stabil bei 4,2 Prozent bleibt. Dies gab das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BAMS) im August 2018 im Bundesgesetzblatt bekannt.Der Abgabesatz wird jährlich neu festgesetzt. Bemessungsgrundlage hierfür sind alle Entgelte, die an selbstständige Künstlerinnen und Künstler sowie Publizierende in einem Kalenderjahr gezahlt wurden.

 

Für wen sind diese Abgaben?

Die Künstlersozialversicherung ist Teil der gesetzlichen Sozialversicherung in Deutschland. Mit ihr erhalten zurzeit etwa 190.000 freie Kunstschaffende und Publizierende eine gesetzliche Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Die Selbstständigen tragen die eine Hälfte des Beitrags selbst, was auch dem Arbeitnehmeranteil entspricht. Die andere Hälfte finanziert sich durch einen Bundeszuschuss (20 Prozent) und durch die Künstlersozialabgabe der Unternehmen, welche künstlerische und publizistische Leistungen verarbeiten (30 Prozent).Zuständig für die Versicherungsveranlagung und Beitragserhebung ist die Künstlersozialkasse.Nicht alle freien Künstlerinnen und Künstler sind über die Künstlersozialversicherung abgedeckt, einige sind freiwillig vollständig selbst versichert.Das Künstlersozialversicherungsgesetz klärt, wer den Versicherungsschutz für sich beanspruchen kann. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie dazugehören, helfen wir Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch weiter.

 

Muss ich auch an die Künstlersozialkasse zahlen?

Sie sind zu einer Künstlersozialabgabe verpflichtet, sobald Sie Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte mithilfe von künstlerischen oder publizistischen Leistungen bewerben und dafür nicht nur gelegentlich Entgelte zahlen. Dies bezieht Sie auch mit ein, wenn Sie entsprechende Werke für Ihr Unternehmen nutzen, um mit dieser Nutzung Einnahmen zu erzielen.Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Sie zahlungspflichtig sind, können Sie sich selbstverständlich jederzeit an uns oder an die Künstlersozialkasse direkt wenden, um eine Abgabepflicht abzuklären.

Steuererklärung kann zukünftig ohne Belege abgegeben werden

03.08.2018

Die Zettelwirtschaft hat ein Ende. Zumindest zum Teil.Sicher kennen Sie es: Wenn die Steuererklärung dran ist, werden unzählige Belege nicht nur sortiert, sondern auch zuhauf eingescannt, abgelegt und am Ende in großen Dateien versandt.

Eine Neuregelung bewirkt, dass ab der Steuererklärung 2017 Belege nicht mehr automatisch mit abgegeben werden müssen, sondern nur noch nach Aufforderung nachgereicht. Damit wandelt sich die Belegvorlagepflicht hin zu einer Belegvorhaltepflicht – denn aufbewahrt müssen die Belege selbstverständlich trotzdem.

 

Steuermodernisierungsgesetz soll Verfahren der Steuererklärung vereinfachen

Das neue Vorgehen basiert auf einer Neuregelung durch das Steuermodernisierungsgesetz. Zukünftig sollen viele Steuererklärungen mithilfe von maschinellen Risikomanagementsystemen automatisch bearbeitet werden. Denn viele der tausenden von Steuererklärungen, die innerhalb weniger Monate beim Finanzamt eingehen, enthalten kaum prüfungsrelevante Sachverhalte. Solche Informationen können auch automatisch eingelesen und bearbeitet werden.

 

Natürlich erlässt dies nicht vollständig die Prüfung. Durch die Automatisierung soll sich das Personal mehr auf die Fälle konzentrieren können, welches wirklich prüfungsbedürftig ist.

 

Aber wie lange können die Belege nachgeordert werden?

Wie lange Sie Ihre Belege aufbewahren sollten, lässt sich pauschal nicht beantworten. So müssen Spendenbelege lediglich ein Jahr ab Zugang des Steuerbescheids aufbewahrt werden, private Handwerkerrechnungen mindestens zwei Jahre und Belege, die Sie im Zusammenhang mit der Vermietung einer Immobilie besitzen, sogar zehn Jahre.

 

Wenn Sie unsicher sind, wie und wie lang Sie Ihre Unterlagen aufbewahren sollten, beraten wir Sie gern.

Der Minijob: Wieviel darf er einbringen?

27.06.2018

Der Minijob ist vielerorts auch einfach als 450€-Job bekannt. Es handelt sich dabei um eine geringfügige Beschäftigung. Sie ist steuer- und abgabenfrei für den Arbeitnehmer, der Arbeitgeber zahlt pauschale Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung, zur gesetzlichen Unfallversicherung, Umlagen und Steuern. Den Namen hat der Job von seinem Verdienst – das Gehalt beträgt monatlich 450€.

 

Aber darf diese Summe monatlich wirklich nicht überschritten werden? Und was passiert eigentlich, wenn doch mehr verdient wird? Verliert der Arbeitnehmer dann seinen Job? Welche Pflichten habe ich hier als Arbeitgeber?

 

Der 450€-Job ist eigentlich ein 5.400€-Job

Tatsächlich liegt rechtlich gesehen ein Minijob dann vor, wenn in diesem Arbeitsverhältnis nicht mehr als 5.400€ pro Jahr verdient werden. Das monatliche Gehalt von 450€ ist daher lediglich als Durchschnittswert zu verstehen und kann über- bzw. unterschritten werden. Wichtig ist für die Beibehaltung der Minijob-Regelung nur, dass der Monatsdurchschnitt bei 450€ bleibt, damit die Jahresverdienstgrenze bei 5400€ liegt.

 

Was passiert aber bei Überschreitung der Jahresverdienstgrenze?

Nicht jeder Mehrverdienst führt zur Beendigung des Minijobs. Es wird dabei unterschieden, ob die Überschreitungen vorhersehbar oder unvorhersehbar waren.

 

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, das Gehalt zu Beginn der Beschäftigung und auch bei jeder dauerhaften Veränderung in den Verhältnissen zu bestimmen. Eine dauerhafte Änderung wäre beispielsweise eine Gehaltserhöhung. Allerdings sind auch vorhersehbare Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld mit einzuplanen.Doch auch unvorhergesehene Ereignisse, die zu einem Mehrverdienst führen, führen nicht immer gleich zur Beendigung des Mini-Jobs. So ist es beispielsweise durchaus möglich, für einen bestimmten Zeitraum einen kranken Kollegen zu vertreten und dadurch mehr zu arbeiten.

 

Ob Arbeitgeber oder Minijobber – Wenn Sie Fragen zu Ihrem aktuellen Arbeitsverhältnis und den Regelungen haben, sind wir gern für Sie da. 

Finanzämter erhalten ab 2019 Daten über im Ausland geführte Konten

28.05.2018

Bisher meldete Deutschland im Rahmen des automatischen Informationsaustausches über Finanzkonten über 58 Milliarden Euro Kontostände und 14 Milliarden Euro Kapitalerträge an das Ausland. Im Gegenzug erhält auch das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) aus dem Ausland Daten. Nach Angaben der Bundesregierung handelt es sich hier um rund 900.000 Steuerpflichtige, über 500 Milliarden Euro Einkünfte und über 71 Milliarden Euro Kontostände.

 

Was verändert sich 2019?

Ab dem kommenden Jahr werden Kapitalerträge aus dem Ausland gemeldet.Da für die Annahme der Daten in den deutschen Finanzinstituten und deren Austausch mit den Staaten und Gebieten erst noch die Voraussetzungen geschaffen werden mussten, sind die Daten bisher noch nicht an die Steuerbehörden der Bundesländer weitergeleitet worden.Im Jahr 2019 sollen die Daten aber an die Landesfinanzbehörden übersandt werden.

 

Was bedeutet das für mich? 

Es handelt sich bei den Daten lediglich um Kontrollmaterial, erklärt die Regierung. Sie dienen der Verifizierung der abgegebenen Steuererklärungen. „Ein erhebliches Steuermehraufkommen aufgrund der übermittelten Daten sollte daher nicht erwartet werden,“ heißt es in einer Antwort. 

Belege nur noch auf Anfrage

17.04.2018

Steuerzahlerinnen und Steuerzahler müssen ab 2017 keine Belege mehr mit der Steuererklärung einreichen, es sei denn, sie werden von ihrem zuständigen Finanzamt dazu aufgefordert. Dies regelt ein neues Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens, welches im Juli 2016 in Kraft trat.So soll das Verfahren der Deklaration vereinfacht werden.

 

Was hat sich genau verändert?

Bisher wurde bei der Abgabe der Steuererklärung zwischen zwei Beleg-Varianten unterschieden. So gab es zum einen die, für die es eine gesetzliche Vorlagepflicht gab, so wie Spendenbescheinigungen, Kapitalertragssteuerbescheinigungen oder Nachweise über den Grad der Behinderung. Für die sonstigen Unterlagen gab es keine gesetzliche Vorlagepflicht, wie zum Beispiel Aufstellungen und Erläuterungen.Zukünftig wird es für den Steuerzahler keine Unterscheidung mehr zwischen diesen beiden Arten geben.Aus der bisherigen Belegvorlagepflicht wurde nun eine sogenannte allgemeine Belegvorhaltepflicht- Heißt: Wenn Sie Ihre Steuererklärung abgegeben haben, müssen Sie nur noch in Ausnahmefällen und auf Anfrage des Finanzamtes Nachweise vorlegen.

 

Wie lange müssen die Belege noch aufbewahrt werden?

Grundsätzlich ist es so, dass Belege bis zum Ablauf der Einspruchsfrist, also einen Monat nach dem Erhalt des Steuerbescheids, für das Finanzamt aufbewahrt werden müssen. Sollte ein Einspruch oder eine Klage eingelegt worden sein, müssen die Unterlagen natürlich bis zum endgültigen Abschluss des jeweiligen Verfahrens abgelegt sein. Ebenso, wenn der Steuerbescheid nur als vorläufig gilt und noch nachgeprüft wird.Es gibt aber auch Belege, die mehrere Jahre behalten werden müssen, ein Beispiel dafür sind ärztliche Atteste.

Wenn Sie nicht sicher sind, welche Unterlagen Sie verwahren sollten und welche nicht, helfe ich Ihnen gern bei der Sortierung. 

Neues von den geringwertigen Wirtschaftsgütern​

21.02.2018

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen wird es freuen: Die Grenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG) wurde zum 1.1.2018 angehoben. Als geringwertige Wirtschaftsgüter gelten laut EStG §4 Abs. 3 Satz 3,  §6 Abs. 2 Güter, die abnutzbar, beweglich und selbständig nutzbar sind. Typische GWG sind beispielsweise Kaffeemaschinen, Besteck, Datenträger oder Kleinmöbel.

 

 

Änderungen im Anlagenverzeichnis

Investitionen, die einen Wert von 150 Euro übersteigen, mussten Sie bislang im Anlagenverzeichnis aufführen. Die neue Grenze liegt bei 250 Euro. Was heißt das konkret? Auch Güter, die bspw. 220 Euro kosten, können Sie nun direkt und quasi ohne den „Umweg“ über das Anlagenverzeichnis abschreiben. Anders ausgedrückt: Es besteht keine Dokumentationspflicht.

Diese neue Grenze gilt auch für die Bildung von Sammelposten – also für sogenannte Poolabschreibungen. Zu beachten gilt hier, dass es sich bei allen genannten Beträgen um Nettobeträge handelt. Wenn Sie bspw. eine Kaffeemaschine für 289 Euro brutto kaufen – das entspricht einem Nettowert von 242,86 Euro – braucht diese nicht im Anlagenverzeichnis aufgenommen zu werden.

 

 

Neue Grenze für GWG

Auch die Grenze, was überhaupt als GWG gilt, wurde zum Jahr 2018 angepasst. Während bis Ende 2017 nur Güter unter 410 Euro Nettoanschaffungswert als GWG galten, ist die neue Grenze von 800 Euro weitaus unternehmerfreundlicher.

 

Das heißt im Klartext: Ab sofort können Güter, deren Herstellungs- oder Anschaffungskosten zwischen 250 und 800 Euro liegen, direkt als Betriebsausgabe abgesetzt werden.

 

Sie müssen lediglich darauf achten, dass es sich auch tatsächlich um GWG handelt. Vor allem der Punkt „muss selbständig nutzbar sein“ kann mitunter zu Problemen führen. Ein Computerkeyboard oder eine Maus sind bspw. keine GWG, denn ohne den erforderlichen Computer, an den Sie die Peripheriegeräte anschließen müssen, sind sie nicht nutzbar.

Neue Rentenhinzuverdienstgrenze gilt nicht für Minijobs​

01.12.2017

Müssen wir zukünftig immer länger arbeiten? Das ist die Hauptfrage, wenn es um die Diskussion geht, das gesetzliche Rentenalter von 65 auf 67 Jahre zu erhöhen. Zwei Dinge sollte man jedoch in diesem Zusammenhang nicht vernachlässigen.

 

Zum einen ist das effektive Renteneintrittsalter, also das durchschnittliche Alter derer, die tatsächlich in Rente gehen geringer. Es liegt bei 61,7 Jahren.

 

Zum anderen – und das ist vielleicht noch wichtiger – gibt es eine Vielzahl an Menschen, die Arbeit nicht als Muss, sondern als sinnvolle Beschäftigung ansehen. Menschen, die arbeiten wollen, weil sie noch fit genug sind und sich weiterhin engagieren möchten oder weil sie schlichtweg die spärliche Rente aufbessern möchten.

 

Das darf man hinzuverdienen

 

Ein Zuverdienst zur Rente ist dabei natürlich grundsätzlich gestattet. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat, darf sogar unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass sich das negativ auf die Rente auswirkt.

 

Anders sieht die Sache bei einer Altersvollrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze aus. Bis zum 30. Juni 2017  durfte man 450 Euro im Monat und in zwei Monaten bis zu 900 Euro verdienen. Also insgesamt bis zu 6300 Euro.

 

Seit dem 1. Juli 2017 wurde dieses System vereinfacht. Seither darf man pauschal 6300 Euro im Jahr verdienen – unabhängig davon, aus welchen monatlichen Einzelbeträgen sich der Gesamtbetrag zusammensetzt.

 

Es fällt auf: Am Gesamtbetrag hat sich nichts geändert!

 

Viele Minijobber, die bislang 450 Euro im Monat verdienen durften, waren von der Neuregelung verwirrt und dachten, dass auch sie jetzt mehr verdienen dürften.

 

Doch das ist falsch.

 

Nach wie vor gilt: Ein Minijob liegt nur dann vor, wenn pro Monat nicht mehr als 450 Euro (insgesamt also 5400 Euro im Jahr) verdient werden. Daran ändert auch die neue Rentenhinzuverdienstgrenze nichts.

Wenn auch Sie einmal den Überblick im Steuerdschungel zu verlieren drohen, bin ich gerne für Sie da.

So fallen Beiträge zur Berufsgenossenschaft nicht höher aus als nötig​

27.10.2017

Als Träger der gesetzlichen Krankenversicherung spielen die Berufsgenossenschaften (BG) eine zentrale Rolle für Unternehmer. Und finanziert werden sie (abgesehen von der landwirtschaftlichen BG) ausschließlich über die Beiträge der Unternehmer. Das ist ein wichtiger Faktor, um zu verstehen, wie sich die Höhe der Beiträge berechnet.

 

Warum schwanken die Beitragszahlungen an die Berufsgenossenschaften?Eine häufige Kritik von Unternehmern sind schwankende bzw. zu hohe Beiträge. Doch dafür gibt es eine recht einfache Erklärung. Die Beitragshöhe setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen.

 

Ausschlaggebend sind vor allem die im vergangenen Jahr in Anspruch genommenen Leistungen. Man spricht hier von einem Umlageverfahren der nachträglichen Bedarfsdeckung. Kurz und knapp: Je mehr Leistungsfälle es im letzten Jahr gab, umso höher sind die Beiträge in diesem Jahr.

 

Ein weiterer Faktor sind die vom Unternehmer gezahlten Arbeitsentgelte. Die Entgeltsumme entscheidet darüber, wie hoch die Beiträge sind. Auch hier gilt ganz einfach: Branchen, in denen geringere Arbeitsentgelte fließen, zahlen auch weniger an die Berufsgenossenschaften als Geschäftszweige mit höheren Löhnen.

 

So ist die fristgerechte Meldung der Arbeitsentgelte eine sichere Sache

Es ist also wichtig, dass Unternehmen die Entgeltsumme ordnungsgemäß an die Berufsgenossenschaften melden. Zum einen entscheidet das, wie gesagt, über deren Beitragsberechnung, zum anderen sichern die Unternehmen so ganz allgemein den Versicherungsschutz der Arbeitnehmer. Das ist schließlich der Sinn und Zweck der ganzen Angelegenheit.

 

Gehen die Meldungen nicht fristgerecht bei den BG ein, schätzen sie die Beitragshöhe, die damit natürlich höher ausfallen kann.

 

Gerne kümmere ich mich im Zuge der Erstellung von Lohnabrechnungen darum, dass die Meldung an die BG ordnungsgemäß erfolgt.

 

Selbstverständlich berücksichtige ich dabei auch, dass derzeit die Meldungen noch doppelt abgegeben werden müssen – einmal auf herkömmlichem Wege und einmal online.

(Erst ab 1. Januar 2019 wird die Online-Variante die herkömmliche vollständig ersetzen.)

 

Sie haben Fragen zur fristgerechten Meldung von Arbeitsentgelten bei den BG?

 

Sprechen Sie mich an. Ich freue mich auf Sie.

Nur Bares ist Wahres(?)​

30.09.2017

Denken Sie auch, dass Geldwäsche und Terrorismus große Probleme darstellt?

 

Vermutlich.

 

Und Bargeld macht beides leichter, wenn nicht gar erst überhaupt möglich. Denn Bargeld muss nirgendwo Schwarz auf Weiß auftauchen. Es ist einfach da – und auf einmal ist es weg. Wie durch Zauberhand. Der Korruption sind so Tür und Tor geöffnet.

 

Aus diesem Grund kam es bereits vor einiger Zeit zum Vorschlag einer Bargeld-Obergrenze. Finanzstaatssekretär Michael Meister forderte bereits im Februar 2016 eine Obergrenze und bezeichnete Deutschland in diesem Zusammenhang als „Hort von Kriminellen“. Auch die SPD hatte zuvor eine Obergrenze von 5000 Euro gefordert.

 

Hört sich erst einmal lauter an.

 

Bündnis90/Die Grünen hatten diesbezüglich jedoch im Juni 2017 eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt und wollten u.a. wissen, inwieweit ein Bargeldverbot in Planung ist, welche robuste Zahlen es gebe, die ein Bargeldverbot rechtfertigen und welche Auswirkungen die Schließung zahlreicher Bankfilialen im ländlichen Bereich auf die Bargeldversorgung der Bürger habe. Auch die Rolle der Gebührenordnungen der Banken und sogenannter Cash-Back-Funktionen (also dem Abheben von Geld nach einem Einkauf im Einzelhandel) stand zur Disposition.

 

Denn wäre jedermann gezwungen bargeldlos, sprich: mit Kredit- bzw. EC-Karte zu zahlen, wäre das ein großer Einschnitt in die Selbstbestimmung des Bürgers und den Datenschutz.

 

Die Bundesregierung sieht das ähnlich.

In ihrer Antwort schrieb sie, dass sie jeglicher Idee, das Bargeld abzuschaffen, entschieden entgegentreten werde. Auch für die schon länger kursierende Idee, 1- und 2-Cent-Münzen abzuschaffen werde man „sich nicht einsetzen“.

 

Die Bundesregierung sieht keinen Anlass zur Sorge, dass – auch in ländlichen Räumen – die Bargeldversorgung der Bürger in Gefahr wäre. Auch Gewerbetreibende müssten derzeit nicht fürchten, dass sie mit zu wenig Bargeld versorgt würden oder dass dessen Rücknahme nicht gesichert sei.

 

Es bleibt jedoch dabei: Während derzeit noch 75 Prozent der Deutschen am liebsten bar bezahlen, wird sich das Bezahlverhalten aufgrund verschiedener Strukturen (Gebührenordnungen von Banken fürs Geldabheben, neue Bezahlmodelle im Einzelhandel etc.) sicherlich wandeln. Eine Abschaffung des Bargelds steht jedoch nicht unmittelbar bevor.

Mehr Klarheit für Arbeitgeber – Lohnsteuerpauschalierung bei kurzfristig Beschäftigten

21.07.2017

Stellen wir uns vor: Ein Unternehmen hat 90 Beschäftigte.

 

90 Beschäftigte, von denen viele unterschiedliche Besteuerungsmerkmale aufweisen. Das klingt nicht nur unübersichtlich, das ist es auch. Die Berechnung und die regelkonforme Abführung der Lohnsteuer sind mit einem immensen Mehraufwand verbunden. Und ein größerer Arbeitsaufwand bedeutet schließlich immer auch höhere Kosten.

 

Um das zu vermeiden, gibt es im deutschen Lohnsteuerrecht ein Vereinfachungsverfahren –die sogenannte Lohnsteuerpauschalierung.

 

In Sonderfällen ist es möglich, die Lohnsteuer pauschal mit 25 Prozent zu erheben. So zum Beispiel auch bei kurzfristig Beschäftigten.

 

Als kurzfristig beschäftigt galt bislang, wer:

 

  • nur gelegentlich – nicht regelmäßig arbeitet
  • nicht mehr als 18 Arbeitstage zusammenhängend beschäftigt ist
  • pro Arbeitstag durchschnittlich nicht mehr als 68 Euro verdient

 

 

Der neue Mindestlohn bringt Veränderungen mit sich

 

Die Arbeitslohngrenze von 68 Euro, bis zu der eine Pauschalierung mit 25 Prozent bislang zulässig war, stützte sich auf den Mindestlohn von 8,50 Euro und errechnete sich nach folgender Formel: 8,50 Euro x 8 Stunden = 68 Euro.

 

Zum 1. Januar 2017 wurde der Mindestlohn in Deutschland jedoch auf 8,84 Euro angehoben.

 

In diesem Zusammenhang hat man auch die durchschnittliche Arbeitslohngrenze angehoben. Nicht auf 8,84 Euro x  8 Stunden = 70,72 Euro, sondern gleich auf 72 Euro.

 

Die Lohnsteuerpauschalierung macht jedoch nicht nur die Berechnung einfacher und übersichtlicher. Sie hat einen weiteren entscheidenden Vorteil für Arbeitgeber: Bei kurzfristig Beschäftigten können Arbeitgeber so eine Abrechnung vornehmen, ohne die persönlichen ELStAM (=Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) des Mitarbeiters abzurufen.

 

Die ELStAM ersetzen seit 2011 die klassische Lohnsteuerkarte aus Papier und sind auch als „elektronische Lohnsteuerkarte“ bekannt.

So profitieren auch Sie von der neuen GWG-Grenze​

30.06.2017

Was erst einmal verwirrend klingt, nämlich „Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen“, hat durchaus bedeutsame Auswirkungen für Unternehmer. Und das sind gute Nachrichten.


Die Ausgangslage
Vielleicht wissen Sie, dass Sie bislang sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) sofort als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten absetzen können. Dies galt jedoch nur für Wirtschaftsgüter bis 410 Euro. Dabei handelt es sich um den Nettobetrag. 


Erwerben Sie bspw. ein geschäftlich genutztes Handy im Wert von 250,– Euro netto, können Sie diese im selben Jahr komplett als Betriebsausgaben geltend machen. So weit, so klar.


Wenn Sie allerdings im Januar 2014 einen Laptop im Wert von 720,– Euro netto gekauft haben, sieht die Sache anders aus. Bei einer (festgeschriebenen) Nutzungsdauer von 3 Jahren galt der Laptop am 31. Dezember 2016 abgeschrieben. Der Abschreibungssatz beträgt 33,3 %. Sie konnten also in den Jahren 2014, 2015 und 2016 jeweils 240 Euro geltend machen.


Das neue Gesetz und seine Änderung


Nun kommt das am 27. April 2017 eingebrachte „Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen“ ins Spiel. Nach Zustimmung durch den Bundesrat am 2. Juni dieses Jahres gilt das Gesetz als beschlossen. Es gilt für Neuinvestitionen ab dem 1. Januar 2018.


Interessant für uns ist hier vor allem, dass die Obergrenze für GWG auf 800 Euro angehoben wurde. 


Überlegen Sie also, ob Sie anstehende Investitionen nicht vielleicht auf das neue Jahr verschieben können. Es kann sich durchaus lohnen.


Würde der Laptop aus dem obigen Beispiel im Januar 2018 gekauft, wären die Nettoausgaben von 720,– Euro vollumfänglich als Betriebsausgaben abziehbar. Kaufen Sie ihn noch im Jahr 2017 gilt die Abschreibungspflicht von drei Jahren.


In diesem Fall haben Sie es in der Hand.


Sie haben Fragen zu diesem oder weiteren steuerrechtlichen Themen? 


Ich helfe Ihnen gern.​

So sparen Arbeitnehmer bares Geld​

30.05.2017

Wer kennt sie nicht? Die guten alten Werbungskosten. Gehört hat es fast jeder Steuerpflichtige schon einmal. Mit Werbung haben sie nichts zu tun. Aber was gehört dann genau dazu?

 

Nun, Werbungskosten sind alle Ausgaben eines Arbeitnehmers, die der Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen dienen. So weit, so allgemein.

 

Im Einzelnen werden die Werbungskosten nur dann steuerlich relevant, wenn Sie den Werbekostenpauschbetrag von 102 Euro im Jahr übersteigen.

 

Zu den Werbungskosten zählen Kosten der doppelten Haushaltsführung oder die Entfernungspauschale. So können Sie beispielweise die Kosten für die Fahrten zwischen Ihrem Zuhause und dem Arbeitsort absetzen.

 

Sofern Sie vom Arbeitgeber nichts erstattet bekommen, können Sie auch Fortbildungen oder Kosten für Arbeitsmittel wie Fachbücher oder Bürobedarf zu den Werbungskosten hinzurechnen.

 

Wenig bekannt ist jedoch Folgender Sonderfall

 

Wie sieht es mit Bewirtungsaufwendungen bei einem Dienstjubiläum aus? Handelt es sich dabei um ein privates Ereignis (da freiwillig initiiert) oder um ein dienstbezogenes? Von dieser Frage hängt schließlich ab, ob man die Bewirtungskosten zu den Werbungskosten zählt oder eben nicht.

 

Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass die Aufwendungen eines Arbeitnehmers, der seine Gäste „nach abstrakten berufsbezogenen Kriterien“ einlädt, rein betrieblich und somit zu den Werbungskosten zu zählen sind. Das heißt im Klartext: Lädt jemand ganze Abteilungen (alle Vertriebler, die ganze Leitungsebene etc.) oder das gesamte Unternehmen und nicht nur einzelne Kollegen ein, kann er die Bewirtungsausgaben für sein Jubiläum absetzen.

 

Geklagt hatte ein Arbeitnehmer, der selbst beim Finanzamt angestellt war. Anlässlich seines 40-jährigen Dienstjubiläums im Jahr 2006 hatte er in seiner Steuererklärung die Bewirtungskosten für das Jubiläum in Höhe von 833,73 Euro als Werbungskosten geltend gemacht. Sein Finanzamt erkannt diese jedoch nicht an. Die Klage des Arbeitsnehmers wurde vom Finanzgericht zunächst abgewiesen. Der Bundesfinanzhof jedoch hielt die darauf folgende Revision des Klägers für begründet und entschied, dass der Betrag als Werbungskosten geltend gemacht werden können.

 

Der Vorteil: Diese Kosten zählen in vollem Umfang, also ohne Abzug zu den Werbungskosten.

Informationen für Steuerzahler

– Was bleibt? Was kommt?

16.03.2017

Seit der industriellen Revolution gab es keine Entwicklung, die eine so gravierende Auswirkung auf die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen hatte, wie die Digitalisierung.

 

Auch die Finanzbehörden tragen dieser Entwicklung Rechnung und modernisieren das Besteuerungsverfahren. Dieser Prozess begann offiziell am 1. Januar 2017 und soll innerhalb der nächsten fünf Jahre abgeschlossen sein. Während Arbeitnehmer mitunter befürchten, von Maschinen „ersetzt zu werden“, bietet eine digitale Bearbeitung von Steuerdaten natürlich einen immensen Vorteil: Da es Pflicht ist, die Steuererklärung im elektronischen Format abzuliefern (abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen), können diese theoretisch auch automatisiert verarbeitet werden.

 

Dass viele Stellen Daten sammeln, ist hier von Vorteil. Indem Daten von verschiedenen Stellen zusammengeführt werden, können Personen und ihre Steuererklärungen immer sicherer zugeordnet werden, ohne dass ein Mensch eingreifen müsste.

 

Lediglich wenn die Daten, die von externen Stellen gesammelt werden, nicht mit den Angaben in der Steuererklärung übereinstimmen, findet eine manuelle Prüfung statt. Das gleiche gilt, wenn der Steuerpflichtige abweichende Angaben in die Freitextfelder einträgt.

 

Achtung: Neue Fristen

Nach 2017 ändern sich auch die Abgabefristen für Steuererklärungen. Steuerpflichtige, die die Hilfe eines Steuerberaters in Anspruch nehmen, haben für die Einkommensteuererklärung 2018 Zeit bis zum 2.3.2020. Unberatene Steuerpflichtige müssen ihre Einkommensteuererklärung bis spätestens zum 31.7.2019 abgeben.

 

Sollten Sie Ihre Steuererklärung zu spät abgeben, wird Ihnen das mit mindestens 25 € pro verspäteten Monat angerechnet. Ansonsten beläuft sich der Verspätungszuschlag auf 0,25 % der um die Vorauszahlungen und die anzurechnenden Steuerabzugsbeträge verminderten Steuer.

 

Eine weitere Neuerung bringt die Digitalisierung bei den sogenannten Steuerverwaltungsakten: Zukünftig haben Sie die Möglichkeit, sich beispielsweise Steuerbescheide online „abzuholen“. Dazu müssen Sie bzw. Ihr Steuerberater einwilligen. Denn an einen Steuerbescheid sind Rechtsfolgen geknüpft, z. B. eventuelle Zahlungspflichten. Die elektronische Form der Bekanntgabe dieser Verwaltungsakte ist deshalb besonders geregelt. Sie gelten drei Tage, nach Absenden als bekannt gegeben.

 

Bei Fragen zu den Neuerungen, Rechten und Pflichten, berate ich Sie gerne.

Damit mehr übrig bleibt: Steuerentlastungen und Eindämmung der kalten Progression​

20.01.2017

6,3 Milliarden Steuerentlastungen.

Das klingt erst einmal nach einer Menge Geld. Ist es für sich genommen auch. Wenn man sich jedoch anschaut, wie diese Summe verteilt wird, bleibt von der Riesensumme nicht mehr viel übrig.

 

Erhöhter Grundfrei- und Unterhaltshöchstbetrag

Jeder Einkommensteuerpflichtige hat in Deutschland Anspruch auf einen (steuerfreien) Grundfreibetrag. Dieser soll bis 2018 auf 9.000 Euro angehoben werden. 2017 stieg der Grundfreibetrag im Vergleich zum Vorjahr bereits um 168 Euro auf 8.820 Euro. Entsprechend wurde der Unterhaltsfreibetrag erhöht.

 

Was haben kinderreiche Familien von den Steuerentlastungen?

Ein wenig Entlastung für kinderreiche Familien bringt die Erhöhung des Kinderfreibetrags, der zum Jahr 2017 um 108 Euro angehoben wurde. Er beträgt jetzt 7.356 Euro. Im nächsten Jahr ist eine erneute Anpassung um 72 Euro auf 7.428 Euro geplant.

 

Die Anpassung des Kindergeldes fällt weniger deutlich aus. Lediglich 2 Euro pro Monat und Kind haben die Familien mehr zur Verfügung. Dieselbe Erhöhung erfolgt zum Jahr 2018.

Gering verdienende Familien mit Kindern erhielten im Jahr 2016 noch 160 Euro monatlich. Dieser so genannte Kinderzuschlag wurde zum 1. Januar 2017 auf 170 Euro erhöht.

 

Gegen die kalte Progression – Was ist das überhaupt?

Um die kalte Progression einzudämmen, sollen die Steuersätze 2017 und 2018 an die (erwartete) Inflationsrate angepasst werden.

Was bedeutet das?

 

Ein fiktives Beispiel:

 

  • Ein Arbeitnehmer verdient in diesem Jahr 40.000 Euro und zahlt 6000 Euro Steuern. 
  • Im nächsten Jahr steigen die Preise aufgrund der Inflation um 5 %. 
  • Sein Gehalt wird dementsprechend auch um 5 % angehoben. 
  • Er verdient jetzt 42.000 Euro. 
  • Problem: Das höhere Gehalt wird höher versteuert. Er zahlt jetzt 6600 Euro Steuern

 

 

Das heißt, letztendlich hat er weniger als vorher, da die Versteuerung nicht entsprechend angepasst wurde.

 

Das soll 2017 und 2018 erfolgen.

Man sieht: Im Steuerrecht ist alles in Bewegung und ständig tut sich etwas.

Bleiben Sie am Ball. Es lohnt sich.

 

​Streit um die Erbschaftssteuer beigelegt

 

18.12.2016

Nach fast zwei Jahren – genauer gesagt nach 645 Tagen – hatten sich im September Bund und Länder geeinigt. Streitpunkt war die Erbschaftssteuer und insbesondere die Frage, wie mit Betriebserbschaften umgegangen werden soll. Kurz bevor das Bundesverfassungsgericht hätte entscheiden müssen, kam es zu einer Kompromiss-Lösung.

 

Firmenerben weiterhin begünstigt – mit Auflagen

Nach Einigung im Vermittlungsausschuss fällt für Firmenerben weiterhin keine Erbschaftssteuer an, wenn sie für den Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze sorgen.

Die SPD geführten Ländern setzten jedoch durch, dass Luxusgüter zukünftig nicht von der Versteuerung verschont bleiben. Das bedeutet, dass bspw. Oldtimer-Sammlungen, Yachten und Kunstwerke nicht einfach ins Betriebsvermögen wandern können.

Auch zur ursprünglich angedachten zinsfreien Stundung der Steuer auf zehn Jahre kam es nicht. Kompromiss: Eine Stundung ist auf sieben Jahre möglich. Jedoch werden ab dem zweiten Jahr Zinsen erhoben.

Werden die Steuern nicht direkt nach der Erbschaft entrichtet, fallen 6 Prozent Steuern an.

 

Unternehmensbewertung – So errechnet sie sich jetzt

Die Frage, wieviel ein Unternehmen wert ist, sollte im ursprünglichen Gesetzesentwurf folgendermaßen errechnet werden: Betriebsergebnis multipliziert mit dem Faktor 12,5. Letztendlich wurde der Faktor auf maximal 13,75 erhöht.

Weiterhin nur geringe Einnahmen durch Erbschaftssteuer

2014 hatte das Bundesverfassungsgericht die Ausnahmen bei der Erbschaftssteuer als verfassungswidrig eingestuft. Die Grünen und Linke bemängeln weiterhin, dass es keine echte Reform sei, da Firmenerben nicht mit gravierenden Änderungen zu rechnen hätten.

 

Bis 2016 machte die Ländersteuer mit ca. sechs Milliarden Euro nur etwa ein Prozent der Gesamteinnahmen aus. Daran dürfte sich wenig ändern: Wer seine Firma fünf Jahre weiterführt, bekommt einen Steuernachlass von 85%. Wer sie sieben Jahre oder länger weiterführt, zahlt gar nichts.

Das gilt für Unternehmen mit einer Bewertung von bis zu 26 Millionen. Wessen geerbter Betrieb mehr wert ist, muss die Steuern aus dem Privatvermögen zahlen und dieses offenlegen. Tut er letzteres nicht, muss er eine Verminderung des Steuererlasses in Kauf nehmen.

Lediglich Unternehmen mit einer aufgerufenen Bewertung von über 90 Millionen sind von Steuererlassen ausgenommen.

Somit dürften 99 Prozent aller Firmenerben auch in Zukunft weitgehend oder komplett von der Erbschaftsteuer verschont bleiben.

Als Unternehmen Gutes tun wird einfacher​

 

10.11.2016

„Tue Gutes und rede darüber.“ So lautet eine alte PR-Weisheit.

 

Und nicht nur aus Marketinggründen übernehmen viele Unternehmen und Selbständige Verantwortung und engagieren sich für gute Zwecke. Doch wie so oft: Ganz so einfach wird es einem nicht gemacht. Zumindest nicht in steuerlicher Hinsicht.

 

Wenn Sie Spenden oder Mitgliedsbeiträge steuerlich geltend machen möchten, müssen Sie diese dem Finanzamt natürlich in irgendeiner Form nachweisen. Sie brauchen also eine Zuwendungsbestätigung oder einen vereinfachten Nachweis mittels Bareinzahlungsbeleg oder Buchungsbestätigung. Ansonsten werden die Zuwendungen steuerlich nicht berücksichtigt.

 

Ab 2017 ändern sich hier einige Einzelheiten. Das Verfahren wird ein Stück weit vereinfacht.

 

So war es bisher: Belegvorlagepflicht

 

Bislang galt die sogenannte Belegvorlagepflicht. Das heißt, wenn Sie Spenden geltend machen wollten, mussten Sie Ihrer Steuererklärung gleich die jeweiligen Nachweise (Zuwendungsbestätigung oder den vereinfachten Nachweis) beifügen. Ungefragt. Ansonsten wurden Spenden nicht anerkannt.

 

Ab 2017 gilt die Belegaufbewahrungspflicht

 

Die Vorlagepflicht wird zur Aufbewahrungspflicht. Zwar sind weiterhin die Nachweise erforderlich, klar, jedoch reicht es, wenn geltend gemachte Spenden und Beiträge auf Anfrage des Finanzamts nachgewiesen werden können.

 

Das Finanzamt hat ein Jahr nach Abgabe des Steuerbescheids Zeit, diese Nachweise einzufordern. So lange heißt es: Unterlagen immer griffbereit haben.

 

Nehmen wir an, Sie spenden 2017 etwas und diese Spende möchten Sie mit Ihrer Steuererklärung 2018 geltend machen. Wenn Sie Ihren aktuellen Steuerbescheid, sagen wir, am 3. Mai 2018 erhalten müssen Sie die Belege bis zum 3. Mai 2019 aufbewahren und auf Wunsch beim Finanzamt vorlegen.

 

Sie sind unsicher, welche Nachweise Sie liefern müssen und möchten auf Nummer Sicher gehen, dass Sie beim Nachweis von Spenden und anderweitigen Zuwendungen Fehler vermeiden? Dann lassen Sie uns sprechen. Ich unterstütze Sie in allen Steuerfragen.

Schluss mit dem Papierkram

 

18.10.2016

 

Digitalisierung.

 

Das ist das Schlagwort, das auch die Verwaltungen mehr und mehr bestimmt. Vieles, wofür man früher stapelweise Formulare in Papierform einreichen musste, kann heute bequem online abgewickelt werden. Die Steuererklärung zum Beispiel. Das spart Papier und Porto auf Kundenseite und Verwaltungstätigkeiten und Arbeitsplätze auf Seiten der Ämter. Doch die Digitalisierung hat auch ihre Tücken, denn aus Rechten werden schnell Pflichten.

 

 

 Achtung: Aus dem Kann wird ein Muss

Was viele nicht wissen: Bereits seit 2011 sind Gewerbetreibende (auch im Nebenerwerb), die mehr als 410 Euro monatlich erwirtschaften, verpflichtet, die Steuererklärung auf elektronischem Weg einzureichen. Und nicht nur die. Auch Privathaushalte, die mithilfe von Photovoltaikanlagen Strom erzeugen und die Überschüsse ins Netz verkaufen, müssen eine papierlose Steuererklärung abgeben.

 

 Papier kann Sie teuer zu stehen kommen

Für die Finanzverwaltung ist die Sache klar: Steuererklärungen in Papierform werden konsequent abgelehnt und als nicht abgegeben bewertet. Und „nicht abgegeben“ bedeutet, dass die Finanzverwaltung konsequenterweise Verspätungszuschläge erheben kann. Diese können bis zu 10 Prozent der festgesetzten Steuern betragen. Nur sogenannte „Härtefälle“ sind von dieser Regelung ausgenommen. Als Härtefall gilt, wer keinen internetfähigen Computer besitzt und sich einen solchen nur mit einem erheblichen finanziellen Aufwand anschaffen kann. Das sind heutzutage nur noch sehr wenige Menschen.

 

 So gehen Sie auf Nummer Sicher

Fassen wir zusammen: Wenn Sie einen PC besitzen, sind Sie verpflichtet, elektronische Erklärungen zu erstellen und einzureichen. Das macht die Abwicklung einerseits leichter. Wenn man denn weiß, was man tut. Gerade ungeübte Nutzer kann das im ersten Moment sicher schnell überfordern, da es viele Kleinigkeiten zu beachten gibt.

 

Sie sind sich unsicher und möchten, dass auch Ihre papierlose Steuererklärung reibungslos und ordnungsgemäß abläuft? Sprechen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne.

 

 Das große Rätsel Mindestlohn: Auch nach über einem Jahr nach der Einführung noch Unklahrheiten!

17.09.2016

 

Der Mindestlohn ist bereits seit über einem Jahr eingeführt und inzwischen haben sich Firmenchefs mehr oder weniger mit der gesetzlich vorgegebenen Lohnuntergrenze abgefunden. Doch nach wie vor sorgt das Thema nicht nur für Diskussionen, sondern auch für Unklarheiten. Vor allem die Berechnung kann Firmen Probleme bereiten.

 

Klare Mindestlohngrenzen, unklare Auslegung

Dabei ist es eigentlich klar: Der Mindestlohn beträgt derzeit 8,50€ pro Stunde und wird ab 2017 auf 8,84€ pro Stunde erhöht. Dieser Satz ist festgelegt und im Tagesgeschäft angekommen. Dennoch lassen die Regeln reichlich Spielraum für Interpretationen.

 

Die gesetzlichen Urteile sorgen für Verwirrung

Es gab erste Urteile des Bundesarbeitsgerichts, die Orientierung bei der Berechnung des Mindestlohns bieten sollen. Dabei kam heraus, dass Arbeitnehmer auch bei Krankheit und an Feiertagen einen Anspruch auf den jeweils für sie geltenden Lohn haben. Außerdem dürften Jahressonderzahlungen wie auch Urlaubsgeld nicht auf den Mindestlohn angerechnet werden – das sagt das Arbeitsgericht Berlin. Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hält allerdings dagegen, dass Sonderzahlungen dann angerechnet werden dürfen, wenn es sich um das Entgelt für die normale Arbeitsleistung der des Angestellten handelt.

 

Ein Steuerberater hilft bei der Mindestlohn-Berechnung

Zwischen diesen zwei Urteilen liegt eine Menge Auslegungsspielraum. Bei der praktischen Anwendung des Mindestlohns ist eine korrekte Berechnung daher gar nicht so einfach. Ich empfehle Ihnen, die Mindestlohnsätze Ihrer Mitarbeiter unbedingt mit Experten abzustimmen. Als Steuerberaterin bin ich Ihnen gerne bei der Mindestlohnberechnung nach aktueller Rechtsprechung behilflich.

 

Ich freue mich auf Sie,

 

Ihr Sylvie Sandmann

 Digitale Kommunikation in der Steuerberatung: Wie lassen sich Daten schützen?

12.08.2016

Im Zeitalter der digitalen Kommunikation ist die Datensicherheit ein immer wichtiger werdendes Gebiet. Vor allem bei sensiblen Daten wie in der Steuerberatung. Technische Schutzmaßnahmen sind unumgänglich, um hier die Datensicherheit von Mandanten zu gewährleisten.

 

Denn heutzutage ist – leider – klar: E-Mails mitzulesen oder zu manipulieren ist selbst für Hobby-Hacker eine der leichtesten Übungen. Daher muss die Sicherheit elektronischer Kommunikation doppelt stark werden. Das fordern übrigens auch rechtliche Anforderungen bezüglich Verschwiegenheit und Datenschutz.

 

Geheimhaltungspflichten

Steuerberater unterliegen der Verschwiegenheitspflicht. Das wirkt sich auch auf die Tätigkeit und selbstverständlich auf die Kommunikation dieser Berufe aus. Bei mandatsbezogenen Daten gehen dem Datenschutzrecht die Regelungen des Berufsrechts vor. Diese enthalten jedoch keine Regelungen zur Schaffung technischer und organisatorischer Sicherheit der Daten. Empfohlen wird daher, sich in Sachen Sicherheitskonzept an den Schutzzielen der Anlage zu § 9 BDSG zu orientieren.

 

Verschlüsselung der Transportwege

Wer Mandanten eine vertrauliche Kommunikation gewährleisten möchte, sollte E-Mails verschlüsseln – sowohl Text als auch Anhang. Eine Lösung ist die client-basierte Verschlüsselung, bei der die Kommunikation beim Versender-PC bis zum Empfänger-PC durchgehend verschlüsselt wird. Was es dazu braucht, sind ein elektronischer Schlüssel sowie die elektronische Signatur, die jeweils Sender und Empfänger identifizieren und so für die sichere Kommunikation sorgen.

 

Einwilligung in unverschlüsselte Kommunikation – sinnvoll?

Es gibt alternativ auch die datenschutzrechtliche Möglichkeit einer Einwilligung durch Mandanten für die unverschlüsselte elektronische Kommunikation. Diese ist allerdings durch und durch umstritten und es ist fraglich, ob sich diese Möglichkeit im Falle des Falles überhaupt vor dem Gesetz als wirksam durchsetzen würde. Dennoch hat eine Einwilligung des Nutzers in jedem Fall Einfluss auf das erforderliche Schutzniveau.

 

Besser abgesichert sein

Generell sind alle Beteiligten auf der sicheren Seite, wenn sich Steuerberater und ähnliche Berufstätige, wie beispielsweise Rechtsanwälte, um die Sicherheit von Daten in digitaler Kommunikation kümmern. Auch beteiligte Mitarbeiter sollten in diesen Prozess mit einbezogen werden, damit auch wirklich jeder versteht, worum es hierbei eigentlich geht und warum das Thema so wichtig ist.

 

Wer mehr dazu wissen möchte, darf mich sehr gern ansprechen oder gerne auch unter www.datev.de/sichere-kommunikation dazu lesen.

 

Ihre Sylvie Sandmann

 

(Quelle: DATEV magazin, 08/16)

Rentenerhöhung macht Senioren zu Steuerzahlern!

26.07.2016

Seit dem Juli 2016 steigen die Renten – ein Segen für Senioren. Allerdings entsteht durch die Erhöhung eine buchhalterische Herausforderung. Denn schon wenige Euro mehr pro Monat können Rentner plötzlich zu Steuerzahlern werden lassen. Das Bundesfinanzministerium prognostiziert: Etwa 128.000 Senioren werden durch die Rentenerhöhung bedingt erstmals eine Steuererklärung abgeben müssen.

 

Ihre Rente übersteigt den Freibetrag? Achtung!

Sollten die Renteneinnahmen im Jahr 2016 den Grundfreibetrag, also das steuerfrei zu stellende Existenzminim, übersteigen, wird im Folgejahr eine Steuerklärung fällig. Der Grundfreibetrag umfasst für das Jahr 2016 Renteneinnahmen von insgesamt 8.652 Euro. Wobei ein gewisser Rentenanteil steuerfrei bleibt. Also kann die gesamte Jahresrente durchaus höher sein.

 

Wonach richtet sich die Steuerpflicht für Senioren?

Die Berechnung richtet sich immer nach dem Renteneintrittsdatum. Auch Ehepaare, die das Ehegattensplitting bekommen, können eine höhere Rente erhalten, ohne Steuern zu zahlen. Es ist in jedem Fall empfehlenswert, sich bei seinem zuständigen Finanzamt zu informieren, ob für Sie als Senior eine Einkommenssteuerklärung fällig sein wird.

 

Wie hoch ist der zu versteuernde Anteil jeweils?

Zur Orientierung: Wer im Jahr 2005 oder früher in den Ruhestand gegangen ist, bekommt einen steuerfreien Anteil von 50%. Neurentner sind in diesem Jahr schon mit einem Anteil von 72% steuerpflichtig. Achtung: Der Betrag der Rentenerhöhung ist zu 100% steuerpflichtig, wodurch auch Altrentner zunehmend in die Steuerpflicht rutschen. Hierbei handelt es sich um eine Erhebung des Bundes der Steuerzahler e.V.

 

Sie möchten sich vergewissern, ob auch Ihre Rente zu versteuern ist? Sprechen Sie mich an – ich berate Sie gern!

 Geschenke und Aufmerksamkeiten: So macht Geben Spaß!

11.07.2016

Der Geburtstag eines Geschäftsfreundes oder eines Arbeitsnehmers steht an und Sie fragen sich, wie viel Geld Sie in ein Präsent oder einen Blumenstrauß angemessener Weise investieren sollen? Gerne verrate ich Ihnen, worauf Sie achten sollten, um Fehler zu vermeiden und steuerliche Vorteile geltend machen zu können.

 

Eine Information vorab: Im Steuerrecht wird zwischen Geschenken an Geschäftsfreunde und Aufmerksamkeiten an Arbeitnehmer unterschieden.

 

Geschenke an Geschäftsfreunde: Anlass und Freigrenze beachten

Die Voraussetzung für ein Geschenk an Geschäftsfreunde ist, dass der Geschäftsfreund keine Gegenleistung an Sie erbringt. Zudem muss immer ein Ereignis gegeben sein, welches ein betriebliches Geschenk rechtfertigt (z.B. Geburtstag oder Firmenjubiläum eines Kunden).

Ihre Aufwendungen für Geschenke sollten pro Geschäftsfreund im Jahr die Freigrenze von 35€ nicht überschreiten, da schon ab einen Betrag von 35,01€ die steuerliche Vergünstigung entfällt. Sind Sie zum Vorsteuerabzug berechtigt, so gilt der Nettobetrag Ihrer Aufwendungen als Bemessungsgrundlage. Sollten Sie nicht vorsteuerabzugsberechtigt sein, gilt der Bruttobetrag.

 

Achtung: Nur Geschenke, die diese Freigrenze nicht überschreiten, können Sie als Betriebsausgaben Ihres Unternehmens absetzen.

 

 

Geschenke an Mitarbeiter: Sachgeschenke als Aufmerksamkeiten

Geschenke an Mitarbeiter werden unter dem Begriff "Aufmerksamkeiten" im Steuerrecht geführt. Zuwendungen an Arbeitnehmer gelten grundsätzlich als Arbeitslohn und sind damit lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig.Für Geschenke, die Arbeitnehmer anlässlich eines besonderen Ereignisses vom Arbeitgeber erhalten, gelten folgende Regeln:

 

  • Geschenke in Bargeld – unabhängig von ihrer Höhe – sind immer Arbeitslohn.
  • Sachgeschenke im Wert von über 60€ je Arbeitnehmer und pro Ereigniswerden ebenfalls als Arbeitslohn abgerechnet.
  • Sachgeschenke im Wert von höchsten 60€ pro Arbeitnehmer und pro Ereignis sind lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

 

Für Arbeitnehmer gilt außerdem eine Sachbezugsfreigrenze von 44€ pro Monat. Diese Sachbezüge sind lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Aufmerksamkeiten sind nicht an einen speziellen Anlass gebunden und der Arbeitgeber kann sie dem Arbeitnehmer jederzeit zukommen lassen.

Am beliebtesten in diesem Zusammenhang sind Tankgutscheine an Arbeitnehmer. Aber auch gelegentliches Eisessen mit der Belegschaft bleibt so lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

 

Sollten auch Sie Geschenke an Kunden, Partner oder Mitarbeiter planen, und nicht genau wissen, wie Sie diese steuerlich handhaben sollen, sprechen Sie mich an. Gerne stehe ich Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!

Betriebsveranstaltungen und wie Sie diese steuerlich behandeln!

29.06.2016

Betriebsveranstaltungen dienen vor allem der Kommunikation zwischen den Mitarbeitern, deren Motivation sowie der Identifikation mit dem Unternehmen.Daneben gibt es allerdings rechtliche Aspekte zu beachten, die unvermeidlich sind. Denn nur, wenn die von der Finanzverwaltung geforderten Voraussetzungen erfüllt sind, können steuerliche Vorteile genutzt werden. Erfahren Sie, was genau es zu beachten gibt!

 

Definition einer Betriebsversammlung

Unter einer Betriebsveranstaltung ist eine Veranstaltung auf betrieblicher Ebene zu verstehen, die gesellschaftlichen Charakter hat und grundsätzlich für alle Mitarbeiter organisiert wird. Allein das Überreichen von Weihnachtsgeschenken genügt zum Beispiel nicht, um daraus eine Betriebsversammlung zu machen.Die Finanzverwaltung setzt einen gewissen Rahmen voraus, wobei der eigenbetriebliche Zweck, nämlich die Förderung des Betriebsklimas, im Vordergrund stehen sollte.Schulungen, Fortbildungen, Produkt und Unternehmenspräsentationen sind dementsprechend keine Betriebsveranstaltungen.

 

Achten Sie auf die Gästeliste

Ein wichtiges Kriterium für die Abgrenzung ist die Gästeliste. Die Veranstaltung muss grundsätzlich allen Mitarbeitern offen stehen. Liegt eine Veranstaltung vor, bei der  bestimmte Arbeitnehmer begünstigt werden, wird diese lediglich bei betriebsabteilungsinternen Veranstaltungen anerkannt. Dominieren Geschäftsfreunde die Gästeliste, liegt keine Betriebsveranstaltung vor.

 

Limitierte Anzahl an Veranstaltungen pro Jahr

Betriebsveranstaltungen werden anerkannt, wenn nicht mehr als zwei Veranstaltungen im Jahr durchgeführt werden. Auf deren Dauer kommt es nicht an, sodass auch mehrtägige Betriebsausflüge geplant werden können.Von dem Grundsatz, dass nur zwei Betriebsveranstaltungen durchgeführt werden dürfen, gibt es jedoch Ausnahmen (z.B. bei Jubilarfeiern).

 

Kosten und Aufwand spielen ebenfalls eine Rolle

Ihre Aufwendungen für die Betriebsveranstaltungen sollten pro Arbeitnehmer im gesetzlichen Rahmen des Freibetrag von 110€ inklusive Umsatzsteuer bleiben. Im Gegensatz zur zuvor bestehenden Freigrenze, wird bei dem Freibetrag nur der übersteigende Betrag versteuert.

 

Wenn Sie diese Kriterien beachten, steht Ihrer Veranstaltung steuerlich gesehen nichts mehr im Wege. Ich wünsche viel Erfolg und Spaß für Ihre Betriebsversammlung!

"Finanzbuchhaltung der Zukunft": schneller, digitaler, transparenter!

14.06.2016

Die maschinelle Bearbeitung von Steuererklärungen ist ein derzeit besonders großes Thema, das die Finanzverwaltung NRW verfolgt. Durch die geplante Automatisierung soll folgendes erreicht werden: Auf der einen Seite soll die Erstellung von Steuererklärungen schneller gehen und bürgerfreundlicher werden. Zum anderen sollen so personelle Kapazitäten besser verteilt werden – Experten haben in Zukunft mehr Zeit für komplexe Steuerfälle. Und natürlich: Alles wird transparenter.

 

 

Für dieses Ziel stehen nun einige bürgerfreundliche Neuerungen an, mit denen die Finanzverwaltung schneller und zielgerichteter auf die Bedürfnisse der Steuerpflichtigen eingehen will. Der Finanzminister verrät: "Wir wollen die bürgerfreundlichste Veraltung Deutschlands sein und zugleich attraktiv für unsere Beschäftigten bleiben".

 

 

So sollen zukünftig mehr als 50% aller Steuerfälle rein maschinell bearbeitet werden, was den Prozess beschleunigt. Gut für Steuerzahler: Erstattungen sollen künftig deutlich schneller ausgezahlt werden. Ein Bürger-Account wird es darüber hinaus ermöglichen, individuelle Steuerdaten zugänglich zu machen und so für mehr Transparenz zu sorgen. Das setzt natürlich voraus, dass Arbeitsabläufe und Daten digitalisiert werden. Eine erhöhte Investition in die IT ist bereits beschlossen.

 

 

Doch nicht nur auf Seiten der Finanzverwaltung entstehen damit Herausforderungen. Auch für Unternehmen gibt es neue Vorschriften. So beispielsweise, dass ab dem 1. Januar 2017 sämtliche elektronische Registrierkassen – auch Waagen, Taxameter, ect – Einzelaufzeichnungen in digitaler Form aufbewahren und für die maschinelle Prüfung abrufbar machen. Die erhöhte Transparenz setzt damit bereits im Unternehmen und bei entsprechenden Bewegungen an.

 

Sie haben Fragen, ob und was es für Sie zu beachten gibt? Sprechen Sie mich gerne an.

 

Ihre Sylvie Sandmann

Die Sache mit dem bargeldlosen Zahlen: Auf zu mehr Sicherheit

26.05.2016

Kartenzahlung und Onlinebanking werden immer häufiger zur Routine in unserer Gesellschaft und werden immer mehr eingesetzt. Ob bei der Zahlung von Rundfunkgebühren, beim Onlineshoppen oder bei der Zahlung von Steuern. Das bargeldlose Zahlen ist nicht nur besonders praktisch, sondern gewährt auch mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Nun plant die Bundesregierung eine Obergrenze für Bargeldzahlungen. Aus genau dem Grund: kriminelle Machenschaften einzudämmen.

 

Obergrenze von Bargeld-Zahlungen geplant

In Fachkreisen diskutiert man sogar über die schrittweise Abschaffung des Bargeldes. Denn so ließen sich Fälle von Schattenwirtschaft eindämmen, Terrorakte vermeiden und Kleinkriminalität verringern. Und der Blick über den geografischen Tellerrand zeigt: In anderen europäischen Ländern ist die Bar-Zahlung schon lange begrenzt. Nun ist auch in Deutschland eine Limitation geplant. 5000€ soll zukünftig das Höchstmaß sein.

 

Datenschutz und Cybersicherheit – nach wie vor kritisch

Warum die komplette Abschaffung von Bargeld aber noch sehr lange dauern wird? Datenschutz und Sicherheit kommen mit der Entwicklung nicht hinterher. So gelten derzeit als größte Hindernisse des bargeldlosen Verkehrs der Datenschutz und die Cybersicherheit. Es müsse sichergestellt sein, dass Dritte Online-Transaktionen in keinem Fall beobachten, geschweige denn beeinflussen können. So sind nicht nur Wirtschaftsrechtler kritisch gegenüber dem bargeldlosen Zahlen, sondern auch Bürger.

 

In Bezug auf Ihre Steuer

Steuerlich gesehen bedeutet die Bargeld-Transaktion einen höheren buchhalterischen Aufwand. Oftmals sind bei Banken sogar Gebühren auf das Bargeldeinzahlen ausgesetzt, da diese aufgrund von Personalaufwand den bargeldlosen Transfer bevorzugen. Für Einzahlungen gibt es mittlerweile Automaten, auf deren Funktionalität aber nicht immer Verlass ist. Und – leider, aber wahr – verlockt Bargeld im Unternehmen auch immer wieder Mitarbeiter, sich an der Kasse zu vergreifen. So hat das bargeldlose Zahlen für Sie viele Vorteile. Ein Nachteil bleibt: der Verzicht auf Anonymität.

 

Gerne halte ich Sie als Steuerberaterin auch weiterhin zu diesem Thema auf dem Laufenden und verrate Ihnen im nächsten Beitrag mehr zum Thema "Kassensysteme".

 

Ihre Sylvie Sandmann

 

 

 

 

 

Frühjahrsputz im Archiv:
Unterlagen für das Jahr 2003 können raus!

11.05.2016

Aktuell gibt es Neues zum Thema Aufbewahrungsfristen. Denn nach der Vorgabe der 10-jährigen Aufbewahrungsfrist ist es seit dem 1. Januar 2016 soweit – die Unterlagen für das Jahr 2003 haben in Hinsicht der Fristeinhaltung keine Relevanz mehr und können entsorgt werden. Erfahren Sie jetzt mehr zum Thema "Frühjahrsputz im Archiv"!
 
Die 10-jährige Aufbewahrungsfrist
Sicher wissen Sie es: Für Ihre Geschäftsmaterialien gibt es eine 10-jährige Aufbewahrungsfrist. Und seit Anfang dieses Jahres können daher fristgemäß nun auch die Unterlagen aus dem Jahr 2003 entsorgt werden. Gerne erläutere ich Ihnen, wobei es bei der Berechnung der Frist ankommt.
 
So wird gerechnet
Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem bei laufend geführten Aufzeichnungen die letzte Eintragung gemacht worden ist, Handels- und Geschäftsbriefe ein- und ausgegangen sind sowie sonstige Unterlagen entstanden sind. Als Beispiel: Wurden im Jahr 2005 die letzten Buchungen für das Jahr 2003 gemacht und der Jahresabschluss erstellt, können also seit dem 01.01.2016 alle Unterlagen für entsprechendes Jahr entsorgt werden. 


Achtung: Die 10-jährige Aufbewahrungsfrist gilt nur unter der Voraussetzung, dass alle Steuerbescheide bestandskräftig sind.
 
Folgende Fälle sind entscheidend für die Fristen
Als generelle Information zu Aufbewahrungsfristen möchte ich Ihnen noch Folgendes mit auf den Weg geben: Wie lange Unterlagen aufzubewahren sind, entscheidet sich nach der Art der Verwendung. 

  • Dienten die Unterlagen als Buchungsgrundlage, gilt die 10-jährige Frist. 
  • Andernfalls gilt die 6-jährige Frist.
  • Für Privatpersonen gilt die 2-jährige Aufbewahrungsfrist.
  • Urteile, Mahnbescheide und Prozessakten sollten 30 Jahre aufbewahrt werden.
  • Ärztliche Gutachten, Ausbildungsurkunden, Geburts- und Sterbeurkunden, Taufscheine, Heiratsurkunden und ähnliches sind ein Leben lang aufzubewahren.
  • Ausbildungsurkunden, Gehaltsabrechnungen oder ähnliches sind Unterlagen, die erst zum Ablauf des Erwerbslebens, beispielsweise bei Rentenanträgen, benötigt werden.
  •  

Nützliche Adressen für die Entsorgung
Auch Sie möchten "Frühjahrsputz" betreiben und Unterlagen aus dem Jahr 2003 loswerden? Dann empfehle ich Ihnen die GAB (LINK https://www.gab-tornesch.de/gab/Startseite) oder Heitmann Entsorgung in Elmshorn (LINK http://www.heitmann-entsorgung.de/). Hier und auch bei ähnlichen Anbietern können Sie Ihre Unterlagen fachgerecht und umweltfreundlich schreddern lassen. Und wieder Raum für Neues schaffen.


Ich wünsche gutes Gelingen beim Aussortieren,

 


Ihre Sylvie Sandmann

Freistellungsaufträge bei den Banken ohne
Steuer-Identifikationsnummer ab 2016 ungültig!

18.04.2016

Mit einem Freistellungsauftrag kann jeder Sparer seine Kapitalerträge in Höhe des Sparer-Pauschbetrages von 801,00 € (Ehegatten 1.602,00 €) vom Steuerabzug freistellen. Diese waren bis 31.12.2015 auch ohne Steuer-Identifikationsnummer gültig.
 
Worauf es ankommt:
Haben Sie Ihren Freistellungsauftrag vor 2011 erteilt, müssen Sie Ihrer Bank Ihre Steuer-Identifikationsnummer nachreichen. Bei Ehegatten müssen die Identifikationsnummern beider Ehegatten mitgeteilt werden  – sonst müssen die Banken für zufließende Kapitalerträge einen Steuerabzug von 25 % Kapitalertragsteuer und 5,5 % Solidaritätszuschlag vornehmen, ggf. wird auch Kirchensteuer einbehalten.
 
Sie finden Ihre Steuer-Identifikationsnummer nicht?
Die Steuer-Identifikationsnummer ist eine 11-stellige Zahl, die jedem Bürger in 2008 von der Finanzverwaltung zugesandt wurde. Die Ziffernfolge ist auf der ersten Seite jedes Einkommensteuerbescheides zusammen mit der Steuernummer aufgedruckt. Sie können die Nummer aber auch Beim  Bundeszentralamt  für Steuern (BZSt) unter der Hotline 0228/4061240 erfragen.
 
Für weitere Informationen sprechen Sie mich gerne an: Ihre Steuerberaterin
Die Steuer-Identifikationsnummer wird immer häufiger benötigt: auch die Kindergeldkassen haben diese Daten für die Kindergeldzahlungen angefordert.


Haben Sie noch Fragen? Rufen Sie mich gerne an!
 
Ihre Sylvie Sandmann

Modernisierung des deutschen Besteuerungsverfahrens: 
Neue Abgabefristen für Steuererklärungen!

04.04.2016

Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des deutschen Besteuerungsverfahrens eingereicht. Hier geht es primär um neue Abgabefristen der Steuererklärung sowie um eine Strafgebühr bei verspäteter Abgabe. Darüber hinaus sollen Steuererklärungen zukünftig in maximalem Maße automatisch bearbeitet werden, damit die Verwaltung wirtschaftlicher wird. Was man sich davon verspricht? Eine Reduktion von Bürokratie bei gleichzeitiger Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz der Steuerverwaltungen.
 
Worauf es vor allem ankommt: Einhaltung der Abgabefristen
Wesentlicher Punkt der Modernisierung ist und bleibt die Änderung von Abgabefristen: In Zukunft soll eine Jahressteuererklärung nämlich bis zum 28. Februar eines Zweitfolgejahres eingereicht werden. Unterschied: Steuerpflichtige, die mit einem Steuerberater zusammenarbeiten, bekommen zwei Monate mehr Zeit als die "DIY"-Steuerpflichtgen. Mit einem Steuerberater an Ihrer Seite sind Sie also klar im Vorteil.
 
Verspätungszuschlag: besser von vornherein vermeiden
Wer seine Steuererklärung allerdings mit erheblicher Verspätung einreicht, soll zukünftig einen entsprechenden Verspätungszuschlag zahlen. Ganz gleich ob mit oder ohne Steuerberater. Und zwar wird dieser veranschlagt, sobald die Erklärung nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Besteuerungsjahres eingereicht wird. Die Kosten belaufen sich auf mindestens 10 Euro bei der Einkommensteuererklärung und mindestens 50 Euro bei der Feststellungserklärung. Und zwar für jeden angefangenen Monat, in dem die Unterlagen immer noch auf sich warten lassen.
 
Für weitere Informationen sprechen Sie mich gerne an: Ihre Steuerberaterin
Ob das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens in Deutschland die erhofften Vorteile liefert, wird die Praxis zeigen. Wenn Sie mit einem professionellen und zuverlässigen Steuerberater zusammenarbeiten, wird dieser Sie auch auf die neuen Abgabefristen aufmerksam machen, beziehungsweise diese selbstverständlich für Sie einhalten.
 
Ihre Sylvie Sandmann

Kontakt

 

Adresse
Lumina Steuerberatungsgesellschaft mbH
Hainholzer Damm 54
25337 Elmshorn

Telefon
Tel: 04121/720 02
Fax: 04121/775 50

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